Schon vor Jahrtausenden kannten Kulturvölker die Zusammenhänge und Möglichkeiten der organfernen Behandlung am Fuß.
Dies geriet in Vergessenheit und wurde 1916 vom amerikanischen Arzt Dr. med. William Fitzgerald wieder aufgegriffen und unter Zusammenarbeit mit Dr. Edwin F. Browser zu einer der bekanntesten manuellen Therapieformen weiterentwickelt.
Wieder geriet die Reflexzonentherapie ins Abseits und wurde dann 1930 von einer amerikanischen Masseurin Eunice Ingham weiterentwickelt. Sie entwickelte spezielle Grifftechniken, die dann 1957 von Hanne Marquardt noch weiter verfeinert wurden.
Von 1958 an wurde diese Therapieform geprüft und seit 1976 werden Fachkräfte aus allen medizinisch-therapeutischen Berufen ausgebildet.
Zu einer Reflexzonentherapie gehört nicht nur die Fußsohle, sondern der gesamte Fuß und Unterschenkel.
Dr. med. Fitzgerald teilte den Körper und die Füße in 10 Körperzonen ein.
Jedes Organ aus einer Zone ist in derselben Zone am Fuß wieder zu finden.
Die Zonen des Kopfes sind an den Zehen; die des Brustkorbes und des Oberbauches an den Mittelfußräumen; die des Bauch-Beckengebietes an den Fußwurzelknochen, einschließlich der Ferse; die der Wirbelsäule am medialen Anteil der beiden Längsgewölbe.
Ein sehr gutes Bild zur Verdeutlichung ist ein Bild des Fußes. Es stellt den sitzenden Menschen dar:
Jedes Organ findet man entsprechend der Körperlage auch dort am Fuß. Organe, die mehr zur Körpermitte hin liegen, findet man mehr an der Fußinnenseite; Organe der rechten Körperhälfte findet man am rechten Fuß und umgekehrt; paarig angelegte Organe findet man an beiden Füßen.
Findet man nun in einer Zone etwas Abnormes, so muss dies nicht auf eine Krankheit zurückzuführen sein, sondern kann lediglich auf eine derzeitige Belastung hinweisen.
Besonders bewährt hat sich ein Behandlungsintervall von 1-2 mal wöchentlich und eine Intensität von 6-10 Behandlungseinheiten, d.h. 3-5 Wochen.
Jedoch sollte eine längere Behandlungsserie in Betracht gezogen werden, wenn Reaktionen und Erfolge noch zu beobachten sind oder sich der Erfolg erst in der letzten geplanten Behandlung eingestellt hat.
Ja, diese sind sogar erwünscht! Günstig wäre es, wenn jegliche Reaktionen aufgeschrieben werden würden, damit man während der nächsten Therapiesitzung speziell darauf eingehen kann.